Handaufzucht von Katzenbabys

Neun Wochen lang Vorfreude, Spannung und Vorbereitungen – dann ist es endlich soweit: Die Kätzin bringt ihre Kitten zur Welt. Ein wundervolles Ereignis, das allerdings auch in Stress ausarten kann, wenn die Mutter ihre Jungen nicht ernähren kann. Gründe dafür können unter anderem eine zu geringe Milchproduktion, das Ablehnen des Nachwuchses oder – im schlimmsten Fall – der Tod der Mutterkätzin sein oder zu kleines und schwaches Kitten....

Doch auch ein Kaiserschnitt kann zu Problemen führen, wenn die Kätzin hinterher ihre Kitten nicht akzeptiert. Manchmal ist auch ein besonders kleiner Racker im Wurf dabei; er kann sich an den Zitzen gegen die größeren Geschwister einfach nicht behaupten. Damit er kräftig und fit wird, muss er mit der Flasche zugefüttert werden.

An dieser Stelle sei etwas Wichtiges gesagt: Manchmal ist ein Kitten im Wurf dabei, den die Mutterkätzin aussortiert; sie kümmert sich nicht um ihn. Das erscheint herzlos, doch für die Kätzin hat dies etwas mit Überleben zu tun. Eine instinktiv gefestigte Kätzin weiß, welcher Kitten so krank ist, dass er nicht überleben wird. Dieser Kitten wird erst gar nicht gefüttert, er schläft in Ruhe ein. Der Mensch erträgt dies nur sehr schwer, er fängt an, den Kleinen zu füttern, um ihn meist doch mit ca. acht Wochen - wenn die Krankheit auffällt - einschläfern lassen zu müssen. diese Erfahrung ist noch viel viel schlimmer, daher ist es gut, die Entscheidung einer charakterlich gefestigten Kätzin zu akzeptieren....

 

 

Handaufzucht ist der volle Einsatz des Menschen gefragt, um den kleinen, hilflosen Wollknäueln trotz erschwerten Bedingungen einen möglichst guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Bei der Handaufzucht kommt es jedoch nicht nur auf die richtige Fütterung und liebevolle Pflege an, auch die psychologischen Folgen für mutterlose Kitten sollten so gut wie möglich aufgefangen werden.

Die Zuwendung eines Muttertieres können dieses Hilfsmittel natürlich nicht ersetzen. Für eine optimale Entwicklung benötigen Kitten den ständigen, engen Kontakt zu einem erwachsenen Tier, an dem sie sich orientieren können. Nur so können sie sich neben der körperlichen Reifung auch psychisch gesund entwickeln. Aus diesem Grund sollte die erste Maßnahme vor einer Handaufzucht immer sein, nach einer anderen Mutterkätzin zu suchen, die gerade Junge bekommen hat und als Amme für die Kleinen einspringen kann. Sie stillt nicht nur die körperlichen Bedürfnisse der Kitten, sondern gibt ihnen auch die Geborgenheit und Sicherheit, die nur eine liebevolle Mutter vermitteln kann.

Einer der wichtigsten Punkte zuerst:

 

Die Sterblichkeitsrate bei Flaschenaufzuchten ist leider sehr sehr hoch.

Vielen Züchter und Pflegestellen sterben innerhalb eines Tages ganze  Würfe weg weil die Tiere krank oder schon zu geschwächt sind.

 

Jeder der sich auf eine Flaschenaufzucht einlässt sollte sich dessen bewusst sein !

 

So kleine Würmchen haben einfach keine Reserven, jeder kleine Infekt kann tödlich enden, bitte noch genauer bei kleinen Sachen darauf achten!

Was muss man alles beachten?

Auch ein wichtiger Punkt ist abzuschätzen wie fit die Kitten sind.

Bewegen sie sich?

Geben sie Töne von sich?

Liegen sie apathisch rum?

Sind sie dehydriert? (Um zu Testen ob sie dehydriert sind  die Nackenfalte hochziehen. Normalerweise sollte sie sofort zurück gleiten, fällt sie langsam oder bleibt sie sogar stehen ist das Kitten ausgetrocknet und braucht unter Umständen Flüssigkeit, ab zum Tierarzt.

Bei Warnanzeichen sofort zum Tierarzt.

Dei Erkrankung eines oder mehrerer Kitten sollte sofort ein Tierarzt beigezogen werden, da aufgrund der geringen Reserven  auch an sich harmlosen Krankheiten sterben können. Am besten nimmt man zum Tierarzt auch die Mutterkatze, die ebenfalls untersucht werden sollte, und den ganzen Wurf mit. So ist auch ein Vergleich mit nicht erkrankten Geschwistern möglich.

 

Folgende Symptome sind Zeichen einer Erkrankung (der Mutter oder der Kitten):

dauerndes Schreien

schwacher Saugreflex

keine Gewichtszunahme

schlaffe Körperspannung

Untertemperatur, evt. Fieber

Gelber Harn

Durchfall, Erbrechen

Atemnot

 

Kranke Kitten leiden fast immer, zusätzlich zur eigentlichen Erkrankung, unter Unterkühlung, Austrocknung und Unterzuckerung. Wärme und Fütterung sind deshalb enorm wichtig. Frisst der Kitten nicht mehr selber, braucht er Flüssigkeitsersatz über eine Infusion. Austrocknung, zum Beispiel infolge eines simplen diätbedingten Durchfalls, kann innerhalb von Stunden lebensbedrohlich werden !!!

Leider kennen sich nicht viele Tierärzte damit aus, sie haben schlicht und ergreifend keine Zeit für eine so umfassende Pflege. Häufig helfen die Tierarzthelferinnen aus und ziehen mal kleine Tierkinder auf, nur das ist nicht die Regel.

Man sollte immer versuchen, die Katzenbabys bei der Mutter anzulegen, damit sie die Milch der Mutter bekommen, denn das wäre die Beste Variante.

Sollte dies nicht möglich sein, so braucht man folgende Dinge, damit man die Katzenbabys durchbringen kann:

Die Fütterungshäufigkeit ist der erste Punkt, den Sie unbedingt einhalten sollten. Katzenbabys brauchen alle 2-3 Stunden eine Portion der speziellen Ersatzmilch. Je älter die Kleinen werden, desto größer werden die Portionen und damit die Abstände zwischen den Mahlzeiten, die auch in der 4. Lebenswoche noch 4-5 mal am Tag verabreicht werden sollten. Außerdem wichtig: Kochen Sie das Wasser ab, bevor Sie das Ersatzmilch einrühren und Ihre Kitten füttern.

Kitten können die Nahrung am besten aufnehmen, wenn Sie zusätzlich darauf achten, dass die Milchflussgeschwindigkeit nicht über 1 Tropfen / Sekunde liegt. Dadurch verhindern Sie, dass Ihre Schützlinge sich an der Milch verschlucken. Auch die Größe der Milchnuckel ist wichtig und kann dem Kitten die Nahrungsaufnahme vereinfachen.

Die Fütterung

Wie oft soll man füttern?

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass immer gefüttert werden soll, wenn die Kitten Hunger haben. Natürlich kann es vorkommen, dass man Kitten hat, die nicht gerade die großen Esser sind, deshalb habe ich eine kleine Liste zur Orientierung erstellt:

1. Lebenswoche: alle 2 Stunden, zwischen 2 und 6 Milliliter pro Mahlzeit (auch nachts)
2. Lebenswoche:
alle 2-3 Stunden, zwischen 5 und 10 Milliliter pro Mahlzeit (nachts alle 3-4 Stunden)
3. und 4. Lebenswoche:
alle 3-4 Stunden, ca. 8 bis 15 Milliliter pro Mahlzeit (nachts alle 4-5 Stunden)
5. und 6. Lebenswoche:
alle 4 Stunden, ca. 15-20 Milliliter pro Mahlzeit (nachts nur mehr, wenn notwendig)

Die Utensilien für eine Flaschenaufzucht

  • Die Telefonnummer eines guten Tierarztes; er sollte über den ungefähren Geburtstermin Bescheid wissen - nicht dass er zufällig in Urlaub ist..))

  • Colostrum (Kolostralmilch) ist die erste Milch, die die Katzenmutter an ihre Jungen abgibt. Sie gibt es nur direkt nach der Geburt und versorgt die neugeborenen Kitten mit lebenswichtigen Antikörpern. Colostrum ist in einigen Kittenmilchprodukten schon enthalten, lässt sich aber auch separat kaufen.

  • Kittennmilch sollte aus einem Fachgeschäft oder vom Tierarzt besorgt werden. Keinesfalls darf Kuhmilch benutzt werden, da sie eine andere Zusammensetzung wie Katzenmilch hat; die Kleinen können Kuhmilch nicht verarbeiten.

  • Milchflasche und Sauger werden ebenfalls im Tierhandel gekauft. Am besten besorgt man mehrere Saugergrößen und probiert dann, mit welchem Sauger der Kitten am besten auskommt.

  • Eine Pipette, Insulinspritze -OHNE NADEL falls ein Kitten am Anfang nicht saugt; das passiert bei Frühchen schonmal

  • Eine Küchenwaage mit einem Notizblock und einem Stift für das tägliche Wiegen, darf nicht fehlen

  • Ein Korb mit einer weichen, auskochbaren und nicht fusselnden Decke sollte direkt neben dem Bett stehen, damit kleinste Bewegungen wahrgenommen werden.

  • Ein Heizkissen sorgt für die nötige Wärme, wenn die Kitten keine Mama mehr haben. Das Heizkissen darf nicht zu warm eingestellt sein, auch sollte ein Kuscheltier (klein!) im Korb liegen, falls es nur wenige oder gar ein Kitten ist.

  • Babytücher, mit welchen nach dem Fressen der Bauch des Kitten massiert wird.

  • Ein funktionierender Wecker wird mit jedem Tag wichtiger werden; die bleiernde Müdigkeit lässt sich nur mit lauten Geräuschen bekämpfen.

  • Ebenfalls sollte eine Thermoskanne Kaffee genauso zum Repertoir gehören, wie etwas zum Knabbern - für den Menschen, nicht für die Kittys!

  • Und was gerne vergessen wird; eine zweite Hilfskraft sollte angelernt werden, falls man selber ausfällt. Gerade in den ersten Tagen sind lückenlose Fütterungsintervalle Pflicht!

Aufzuchtsmilch:

 

Als nächstest wird sich jeder fragen, welche Aufzuchtsmilch am optimalsten für die Kitten ist. Hierzu habe ich mit entlichen Züchtern gesprochen, die bereits langjährige Erfahrung mit Flaschenaufzucht und zu füttern haben. Das Ergebnis ist eindeutig. Die beiden am häufigsten verwendeten Produkte sind KMR Aufzuchtsmilch und Mamilac .KMR-Aufzuchtsmilch wird mittlerweile auch in guten Onlineshops angeboten und ist erhältlich als Pulver oder bereits angerüherte Milch.
Mamilac ist erhältlich in guten Online-Shops oder beim Tierarzt.

 

 

Sollten Sie in der misslichen Situation sein, Kitten so aufziehen zu müssen, kann ich Ihnen bei einer Handaufzucht beraten bzw. helfen. Auch die richtige Fütterungstechnik bekommen wir zusammen hin.

 


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KMR  Milch Pulver ist eine Katzenmilch, die ein sehr hochwertiger Muttermilchersatz ist,  zur Aufzucht und zum Zufüttern von Katzenbabies, sowie als ausgewogene Zusatzernährung für säugende Mütter. Speziell für Katzen entwickelt.

Zusammensetzung:
Molkereierzeugnisse, Kaseinpulver, Magermilchpulver, Sojaöl (hergestellt aus genetisch verändertem Soja), Eigelb, Butterfett, Maiskeimkuchen, Monocalciumphosphat, Lactose, L-Arginin, Lecithin hergestellt aus gentisch verändertem Soja , Calciumcarbonat, Kaliumchlorid, Cholinchlorid, Kaliumphosphat, Dicalciumphosphat, Magnesiumcarbonat, Taurin, Dikaliumphosphat, Magnesiumsulfat, Eisensulfat, Vitamin E, Zinksulfat, Aluminiumsilikat, Nikotinsäure, Ascorbinsäure, Kupfersulfat, Vitamin A, Vitamin B 12, CA-Pantothenat, Mangansulfat, Vitamin D 3, Jodid, Folsäure, Riboflavin, Thiaminhydochlorid, Pyridoxinhydrochlorid, Biotin, Mono- und Diglyceride

Analyse:
Rohprotein  40,0 %, Rohfett  27,0 %, Rohfaser  0,01 %, Rohasche  7,0 %, Calcium  1,1 %, Phosphor  1,0 %, Natrium  0,5 %, Magnesium  0,1 %, Vitamin A  37.000 IE, Vitamin D  2.000 IE, Vitamin E  119 mg, Vitamin B1  6 mg, Vitamin B2  7 mg, Vitamin B6  4 mg, Vitamin B12  49 µg, VitaminC2,5mg, Nicotinsäure  74 mg, Ca-Panthotenat  60 mg, Folsäure  7,5 mg, Cholinchlorid  3.000 mg, Biotin  151 µg, Taurin  7.800 mg, Eisen131mg, Kupfer17 mg, Zink  67 mg, Mangan  8 mg, Kobalt  1,3 mg, Jod  10 mg, Selen  0,5 mg

Bitte nicht die günstigen Marken aus der Zoohandlung nehmen, die sind leider vom Nährstoffgehalt und von der Auflösbarkeit des Pulvers deutlich schlechter.

Fläschchen mit passendem Saugaufsatz:

ist oft dem „Aufzuchtsmilch-Paket" bereits beigefügt. Allerdings sind nicht alle Sauger gleich gut und bei manchen ist es so gut wie unmöglich, eine passende Öffnung in den Gummi hineinzubringen, zumal die Öffnung ja auch nicht zu groß sein sollte (Gefahr des Verschluckens). Am besten besorgt man sich gleich mehrere passende Sauger, da der Sauger mit der Zeit porös wird oder auch, wenn die Katzenbabys bereits Zähne ausgebildet haben, durchgebissen werden kann. Auch das sollte man berücksichtigen, da ein größeres Stück Gummi, das vom Sauger abgebissen und anschließend verschluckt wird, auch zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss führen könnte.

Da es nicht immer leicht ist, passende Öffnungen in die Sauger zu bekommen, ist es am besten, Sauger zu besorgen, die bereits eine Öffnung haben. Sollte ein solcher nicht gerade zur Verfügung stehen, versucht man es am besten so, dass man erst den Sauger flach drückt und anschließend mit einer Nagelschere eine kleine Öffnung hinein schneidet und dann die Nagelschere ein paar Mal dreht. Allerdings muss bei dieser Methode überprüft werden, ob die Öffnung einen gleichmäßigen Milchfluss zulässt und ob das Loch nicht zu groß geraten ist. Nadeln, egal ob heiß oder kalt, sind weniger geeignet, da die Löcher viel zu klein sind und daher ein Saugen viel zu mühsam wäre.

Eine Alternative zum Sauger bieten Einwegspritzen (natürlich ohne Nadel), die man aus der Apotheke beziehen kann. Spritzen gibt es in allen Größen, ich persönlich bevorzuge die kleineren Modelle, weil sie einfach handlicher sind. Hier kann man auch die Aufzuchtsmilch in einem Fläschchen anrichten und immer nur ein bisschen in die Spritze geben und verabreichen und das restliche Fläschchen inzwischen warm stellen. Bevor man eine Spritze in Betrieb nimmt, muss getestet werden, ob sie gleitend zu bedienen ist und nicht „ruckelt", denn gleitet sie nicht gut, kann es passieren, dass man eine zu große menge auf einmal losdrückt und dadurch wiederum die Gefahr des Verschluckens besteht.

Die Fütterung

Der Start sollte durch Desinfizieren der eigenen Hände eingeleitet werden. Danach legt man sich am besten ein Handtuch (kein Frottee, wie bereits erwähnt) zurecht, um das Aufziehen der Kleidung durch die Krallen der Kitten zu vermeiden und holt sich ein Kitten auf den Schoß. In der Regel klappt alles besser, wenn das Kätzchen in einen entspannten Zustand gebracht wird, indem man es streichelt und ein bisschen kuschelt, bevor es losgeht. Wichtig ist, dass das Kitten auf keinen Fall auf den Rücken gelegt werden darf, weil die Gefahr des Verschluckens in dieser Position zu groß wäre. Es sollte also eine sitzende oder stehende Position sein, bei ganz kleinen natürlich auch eine liegende Position in Bauchlage. Dann führt man den Sauger am besten seitlich ins Mäulchen und schiebt ihn dann langsam Richtung Mitte.

Bei der Fütterung ist die Lochgröße des Saugers von enormer Bedeutung. Ist das Loch zu klein, verlieren die Kleinen oft schon nach kurzer Zeit die Lust oder auch die Kraft, weiterzusaugen und das Ergebnis ist nicht befriedigend. Das Loch im Sauger darf aber auch auf keinen Fall zu groß sein. Oft wird versucht, am Saugaufsatz etwas nachzudrücken, wenn das Kleine trinkt, diese Art der Hilfe kann aber nicht empfohlen werden.

Am besten verwendet man Sauger, die bereits ein vorgefertigtes passendes Loch aufweisen.

Nach der Fütterung

Kitten sind erst mit ein paar Wochen in der Lage, selbst Kot und Urin abzusetzen. Ist eine Katzenmutter vorhanden, übernimmt diese die Aufgabe, indem sie ihre Jungen im Lenden-, Anal- und Bauchbereich leckt und damit eine Anregung der Verdauung in Gang gesetzt wird, bis ein Urin- bzw. Kotabsatz erfolgt. Diese Situation muss bei einer Handaufzucht nachsimuliert werden. Dazu legt man die Kitten nach jeder Fütterung sanft auf den Rücken. Die Massage erfolgt im Lenden-, Anal- und Bauchbereich, sie kann sowohl mit den Händen oder einem weichen Tuch erfolgen, ich persönlich empfehle einen feuchten Waschlappen, der meiner Meinung nach am ehesten der rauen Zunge einer Katzenmutter ähnelt. Das Kitten muss nach jeder Fütterung Urin absetzen. Das Absetzen von Kot muss ebenfalls regelmäßig erfolgen, (mindestens 1 bis 2 Mal täglich), aber nicht unbedingt nach jeder Mahlzeit.

Ab der dritten Lebenswoche kann zusätzlich eine Katzentoilette aufgestellt werden, in die die Kitten ab und zu hineingesetzt werden.

Nach jeder Fütterung müssen alle Utensilien gründlich sterilisiert werden. Man kann sie abkochen oder mit einem hautverträglichen Desinfektionsmittel behandeln.

Gewichtszunahme

Regelmäßig kontrolliert werden muss das Gewicht der Kitten. Am besten führt man ein schriftliches Gewichtsprotokoll, vor allem, wenn man mehrere Kitten hat, sonst kommt man leicht durcheinander.

Im Schnitt nehmen die Kleinen 2 - 15 Gramm täglich zu, durchschnittlich ca. 100 Gramm pro Woche. Sie verdoppeln in etwa sieben bis 10 Tagen ihr Geburtsgewicht. Oft stagniert das Gewicht von einem Tag zu anderen, Vorsicht ist aber geboten, wenn das Kitten abnimmt. Hier ist der Gang zum Tierarzt erforderlich!

Mögliche Probleme der Handaufzucht

Verschlucken: ist eine der gefährlichsten Komplikationen der Handaufzucht. Verschluckte Milch kann in die Luftröhre gelangen oder eine Lungenentzündung nach sich ziehen, die im schlimmsten Fall den Tod des Kitten zur Folge hätte.

Sollte es dennoch passieren, wird oft geraten, das Kätzchen auszuschlagen. Diese Methode ist allerdings sehr umstritten, da durch das Ausschlagen möglicherweise Verletzungen im Gehirn hervorgerufen werden könnten. Kitten, die „knacken", sollten eventuell besser mit dem Köpfchen nach unten gehalten werden und es sollte gewartet werden, bis sie kräftig schreien.

Ich persönlich würde hier lieber einen Tierarzt konsultieren, sollte ein Knacken an einem Kitten bemerkt werden.

Verdauungsprobleme: Durchfall von Handaufzuchten sollte genauestens beobachtet werden, denn er kann innerhalb kurzer Zeit zur Austrocknung (Dehydration) führen. Sollte der Durchfall nicht innerhalb eines Tages beendet sein, muss unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Verstopfung, vor allem in Verbindung mit Blähungen, ist sehr bedenklich, da sie unter Umständen zu einem Darmverschluss führen könnte. Hier wäre ratsam, den betroffenen Kitten als Zwischenmahlzeit eine reine Fenchelmahlzeit zu verabreichen, die man mit einer Messerspitze Traubenzucker pro Kitten versetzt. Auch hier besteht schneller Handlungsbedarf, sollte die Verstopfung durch die vorgeschlagene Vorgehensweise nicht gelöst werden können und es ist ebenfalls unverzüglich ein Tierarzt aufzusuchen.

Austrocknung (Dehydration): Wie bereits erwähnt, ist eine angemessene Wärme für Kitten lebensnotwendig. Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig und nehmen die Kleinen zusätzlich zu wenig Flüssigkeit auf, besteht das Risiko der Dehydration. Bei schwerer Austrocknung kommt es zu einer Einschränkung der Hautelastizität. Dies kann durch den „Nackentest" überprüft werden. Wenn Sie die Haut im Nacken oder auf dem Rücken zusammenschieben bzw. sanft anheben, gleitet sie nicht sofort wieder in ihre natürliche Lage zurück, sondern bleibt kurz stehen oder lässt sich überhaupt nicht anheben.

Sollte man eine Einschränkung der Hautelastizität bemerken, ist ebenfalls ein Besuch beim Tierarzt dringendst anzuraten!

Ausreichendes Lüften zur Sauerstoffversorgung und Erhöhung der Luftfeuchtigkeit (vor allem im Winter) ist daher dringend notwendig. Idealerweise solle die Luftfeuchtigkeit ca. 55-60 % betragen.

Auskühlung: Katzenbabys benötigen zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur Wärme, die sie normalerweise durch den direkten Körperkontakt mit der Mutter erhalten. Sie besitzen keine Eigenwärme und können auch nicht durch Zittern auf einen Wärmemangel hinweisen. Diese Reaktion setzt erst frühestens gegen Ende der ersten Lebenswoche ein. Bereits geringfügige Abweichungen von der Optimaltemperatur (anfangs etwa 30°C) führen bei drei Tage alten Welpen zu vermehrtem Bewegungsdrang, Unruhe, verstärkter Atmung und Lautäußerungen. Liegt die rektal gemessene Körpertemperatur eines Kitten unter 35°C, stirbt es wahrscheinlich. Außerdem kommt es bei zu niedrigen Temperaturen zu einem Anstieg des Energiebedarfes bzw. -verbrauches.

Hier ist also der Einsatz von Wärmeflaschen gefragt. Sie darf natürlich nicht zu heiß sind und sollte, wie bereits erwähnt, mit einem Handtuch oder Stoff umkleidet werden. Zusätzlich sollten Kitten zugedeckt werden, um die Wärme aufrecht zu erhalten. Kleinen Katzen, die erst wenige Tage alt sind, fehlen die Ausweichreflexe. Deshalb sollte der Liegebereich für die Kätzchen groß genug sein, damit sie sich, wenn sie mobil genug sind, ggf. von der Wärmequelle entfernen können. Wachsen mehrere verwaiste Kätzchen gemeinsam auf, sind die Temperaturansprüche leichter zu erfüllen, da sich die Tiere gegenseitig wärmen können.

In der ersten Lebenswoche werden Temperaturen von etwa 30 °C empfohlen; im Verlauf der nächsten drei Wochen kann die Temperatur um jeweils 2°C gesenkt werden. In der vierten Lebenswoche genügen also 24 bis 26°C.

Verhungern: füttert man zuwenig, kann es aufgrund der geringen Energiereserven zu niedrigem Blutzuckerspiegel kommen, der dann Unterzucker zur Folge hat. Bei Unterzucker (Hypoglykämie) werden zunächst Lethargie und reduzierte motorische Aktivität beobachtet; wichtige Reflexe bestehen noch. Im weiteren Verlauf werden Stell-, Saug- und Abwehrreflexe zunehmend schwächer. Beobachtet man diese Symptome, muss unverzüglich eine tierärztliche Versorgung veranlasst werden!

Gewichtsabnahme: Wie bereits erwähnt, sollte ein Kitten niemals Gewicht verlieren. Sollte jedoch eine Gewichtsabnahme von über 5 Gramm festzustellen sein, lässt das entweder auf Flüssigkeitsverlust, z. B. aufgrund von Durchfall oder ungenügender Fütterung schließen. Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, was Gewichtsverlust zur Folge hätte, hier ist der Gang zum Tierarzt unvermeidlich!

Zu guter Letzt

Handaufzucht bedeutet absolute Hingabe. Man braucht Zeit, Vertrauen und Liebe, um eine Handaufzucht erfolgreich durchzustehen. Es wird immer wieder Momente geben, in denen man Zweifel hat und an seine eigenen Grenzen stößt. Aber hat man eine Handaufzucht einmal erfolgreich gemeistert, wird der Einsatz belohnt durch das Wunder des Lebens und das Glücksgefühl, das man dabei empfindet, ist unvergleichlich.

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Antoine de Saint-Exupery
(Der kleine Prinz)